Etappe 11

Ramolhaus (3.005 m) - Ramoljoch (3.189 m) - Martin-Busch-Hütte (2.501 m)
 

Informationen:

 

Strecke:

Steig, Pfad, Fahrweg, Karrenweg

Anforderungen:

Trittsicherheit, Schwindelfreiheit, Kondition; Bergweg schwarz

Schwierigkeiten:

praktisch durchgehend versicherte Passage hinauf zum Ramoljoch (Fixseile, Stahlbügel)

Ausrüstung:

normale Wanderausrüstung

Gehzeit:

rund 6 Std.

Höhenunterschied:

rund 700 Hm Aufstieg, rund 1200 Hm Abstieg

Höchster Punkt:

3.189 m

Entfernungskilometer:

rund 11,5 km

Übernachten, einkehren:

Ramolhaus, Martin-Busch-Hütte

Quereinstieg, -ausstieg:

von Obergurgl über den Ramolweg zum Ramolhaus (rund 4 Std. Aufstieg, rund 3 Std. Abstieg); von Vent durch das Niedertal zur Martin-Busch-Hütte (rund 2 ½ Std. Aufstieg, rund 2 Std. Abstieg)


Über das Ramoljoch ins Niedertal

Auf dieser hochalpinen Etappe wechseln wir von den Gurgler Bergen über das Ramoljoch hinüber ins Niedertal, das im Bergsteigerdorf Vent seinen Ausgang nimmt. Dabei fällt es schwer, sich vom Ramolhaus mit seinem gewaltigen Panorama loszureißen. Die Erwartung, auf dem Ramoljoch eine noch eindrucksvollere Rundumsicht zu erleben, macht das Aufbrechen freilich leichter.
Wir wandern zunächst vom Ramolhaus ein paar Meter hinauf, um dann hinunter zum Toteis des Ramolferners zu steigen. Rechts davon geht's im Blockwerk nach Norden, ehe das Eis überquert wird (meist ermöglichen auf dem Eis liegende Steine bzw. Blockwerk den Übergang trockenen Fußes). Nun folgt die spannende Passage in steilem Gelände empor zum Ramoljoch. Fixseile und Stahlbügel erleichtern den insgesamt unproblematischen Aufstieg über Blockwerk, Platten und Geröll. Dort oben hat man in Sachen Aussicht die Qual der Wahl: Auf der Gurgler Seite bietet unter anderem der Gurgler Ferner einen Blickfang, über Vent ragt die Ötztaler Wildspitze empor. Jenseits in Serpentinen zügig hinab und dann - zunächst neben dem Spiegelferner - meist relativ flach abwärts. Auf der Seitenmoräne des Spiegelferners heißt es in etwas mehr als 2800 Metern links zur Martin-Busch-Hütte abzweigen, hier beginnt der Diemweg. Es folgt bald ein leichter Anstieg auf einen Rücken, wo wir ins Almgelände eintauchen. Anschließend werden ohne nennenswerte Höhenänderung die Hänge über dem Niedertal gequert, wir überqueren den Diembach, dann leitet der Steig zügig und oft in Serpentinen Richtung Talboden hinunter. Ein paar Meter taleinwärts geht es auf der ersten Brücke über den Niedertalbach, jenseits wandert man gemütlich auf dem Fahr- bzw. Karrenweg im Niedertal hinauf zur Martin-Busch-Hütte.

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