Etappe 6

Hochstubaihütte (3.174 m) - Scharte am Windacher Ferner - Hildesheimer Hütte (2.900 m)
 

Informationen:

 

Strecke:

Steig, präparierter Weg am Gletscher

Anforderungen:

Trittsicherheit, Schwindelfreiheit; Bergweg schwarz

Schwierigkeiten:

steiler Abstieg über die Himmelsleiter

Ausrüstung:

normale Wanderausrüstung, Gletscherausrüstung für Passagen über Windach Ferner und Gaiskarferner nicht erforderlich

Gehzeit:

rund 5 1/2 Std.

Höhenunterschied:

rund 650 Hm Aufstieg, rund 900 Hm Abstieg

Höchster Punkt:

3174 m

Entfernungskilometer:

rund 7 km

Übernachten, einkehren:

Hochstubaihütte, Restaurant Jochdohle, Hildesheimer Hütte

Quereinstieg, -ausstieg:

von Sölden über die Fiegl's Hütte im Windachtal und den Seekarsee zur Hochstubaihütte (rund 5 ½ Std. Aufstieg, rund 4 ½ Std. Abstieg); von Sölden durch das Windachtal und über Aschenbrennerbzw. Gaiskarweg (steil) zur Hildesheimer Hütte (rund 5 Std. Aufstieg, rund 4 Std. Abstieg); alternativ Linienbus von Sölden zur Fiegl's Hütte im Windachtal - dann noch rund 3 ½ Std. Aufstieg zur Hochstubaihütte (rund 2 ½ Std. Abstieg) und 3 Std. Aufstieg zur Hildesheimer Hütte (rund 2 Std. Abstieg); Infos Linienbusse: Tel.: +43/(0)57200/200

Eisfrei von Hütte zu Hütte

Brandneu ist dieser Übergang von der Hochstubaihütte über Sölden zur Hildesheimer Hütte. Er darf - obwohl er im Stubaier Gletscherskigebiet über den Windacher Ferner und den Gaiskarferner verläuft - als eisfreier Übergang bezeichnet werden. Die Erklärung: Die Gletscherbahn präpariert in dem Bereich den Weg, sodass auch Wanderer und Bergsteiger ohne Gletschererfahrung die Route leicht schaffen. Von der Hütte nehmen wir zunächst in umgekehrter Richtung die Zustiegsroute zum Schutzhaus über den Seekarsee. Sie führt nahe der Hütte meist lange im Sommer unproblematisch über ein Schneefeld. Anschließend folgt die Passage über die so genannte Himmelsleiter. Damit ist die steile, felsdurchsetzte Flanke gemeint, durch die der Steig in Serpentinen jäh hinunter zieht. Seile und Steintreppen erleichtern diese spektakuläre Passage. Wir wandern später flach hinaus zu einem Notunterstand (Schlüssel hängt neben der Tür), ehe der Steig erneut in steilerem Gelände hinab zum Seekarsee leitet. Ein kleines Stück unterhalb des Sees zweigt man links ab und nimmt den Steig, der praktisch stets auf derselben Höhe in den Grashängen Richtung Osten zieht. Etwas absteigend erreichen wir dann die flachen, grünen, sumpfigen Ausläufer des Warenkars. In Serpentinen schlängelt sich der Steig danach empor auf einen Rücken. In der Folge geht es erneut in Serpentinen in steilem Gelände nach oben zur Scharte am Windacher Ferner. Man steigt kurz hinab auf den Gletscher und folgt dem präparierten, spaltenfreien Weg hinauf zum Restaurant Jochdohle im Skigebiet. Jenseits auf den Gaiskarferner und - wiederum auf einem präparierten, spaltenfreien Weg - gemütlich südöstlich hinunter zu einem Fels- bzw. Geländerücken. Auf diesem weiter abwärts zur Hildesheimer Hütte.

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