Archäologischer Rundwanderweg

Mehr Ahnung von den Ahnen bekommen

So wie Archäologen bei ihren Ausgrabungen brauchen auch Wanderer auf diesem Rundweg in Gurgl Ausdauer. Doch diese wird belohnt: Unterwegs beleuchten Kupferstelen die Besiedlungsgeschichte des inneren Ötztals und weisen auf naturkundliche wie kulturhistorische Besonderheiten hin. Die reizvolle Wegführung durch alpine Berglandschaften holt immer wieder ins Hier und Jetzt.

Bereits vor ca. 5.300 Jahren sind steinzeitliche Jäger und Hirten dort entlanggestapft, wo heute sportliche Genusswanderer ihre Freizeit verbringen. Das beweist der Sensationsfund der Gletschermumie „Ötzi“ unweit von Gurgl. Am Tisenjoch waren Touristen im September 1991 über den halb ausgeaperten Mann im Eis gestolpert. Dies war der Auslöser für archäologische Forschungen, die die Besiedlungsgeschichte des inneren Ötztals in neuem Licht erscheinen ließen. Zahlreiche Fundorte im Naturpark Ötztal, insbesondere in der Umgebung von Gurgl, zeigen weit zurückreichende Spuren menschlicher Tätigkeiten.

Der archäologische Rundwanderweg verläuft auf den westlichen Berghängen von Gurgl und kann in beide Richtungen begangen werden. Erfolgt der Start in Richtung Obergurgler Zirbenwald, wartet gleich darauf ein Höhepunkt der Tour: Der Beilstein ist eine der am besten untersuchten archäologischen Fundstellen des Hochgebirges im mittleren Alpenbereich. Hier fanden menschliche Aktivitäten nachweislich bereits vor über 9.000 Jahren statt. Holzkohle aus einer Feuerstelle und Hornstein (Silex) deuten auf eine Nutzung des Platzes unmittelbar nach Ende der letzten Eiszeit hin. Zunächst diente der Beilstein wohl als Lager für Jäger, später hielten sich auch erste Hirten mit ihrem Vieh dort auf. Das Almgebäude aus dem 12. und 17. Jhdt. war bis in das 20. Jhdt. als Wohn- und Heulagerungsraum in Verwendung.

Wanderer steigen dann steil hinauf über die Küppele Almhütte zum höchsten Punkt der Rundwanderung unterhalb des Lehnerkars (2.574 m). In der Folge verläuft der Weg talauswärts Richtung Seenplatte, vorbei an der Einfriedung Haglen bis zur Abzweigung Soom und in Serpentinen hinunter Richtung Gurgl. An markanten Punkten informieren dreisprachige (dt./engl./it.) Kupferstelen über die Besonderheiten im Gebiet.

Die Gehzeit bei dieser mittelschwierigen Wanderung beträgt ca. 6 Stunden. Der höchste Punkt befindet sich auf 2.600 m. Beste Zeit zum Erkunden: von Juni bis September.

Schon gewusst? Der archäologische Rundwanderweg ist Teilstück einer Original Ötztal Trek Etappe.

Beilstein Obergurgl Landschaft Ötztal Hochgurgl
Seenplatte Obergurgl Landschaft Panorama Ötzal
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