Skitouren-Regeln & Sicherheitstipps
fürs freie Gelände

Eine Skitour ist kein Sonntagsspaziergang!

Es ist eine nahezu sinnliche Faszination, die von Skitouren ausgeht – ein Erlebnis im Gleichklang mit der wilden, unberührten Natur. Damit dieser Zauber nicht verpufft,  ist ein taktvolles Verhalten im freien Gelände notwendig. Der Natur, aber auch der eigenen Sicherheit zuliebe! Wie man sich abseits gesicherter Pisten richtig verhält und was es zu beachten gilt, verraten unsere Skitouren-Regeln und Sicherheitsinfos.

Skitouren-Regeln

  • Die richtige (Zeit)planung: Beachten Sie die aktuelle Lawinensituation, starten Sie die Tour früh genug und kehren Sie bis vor Anbruch der Dunkelheit wieder zurück. Im Frühjahr sollte man zu Mittag wieder auf der Hütte sein (Lawinengefahr)
  • Kurze Pausen sind notwendig, um die Konzentration und Leistungsfähigkeit aufrechtzuerhalten
  • Mitgeführte Hunde sind an der Leine zu halten
  • Hinterlassen Sie keinen Abfall und füttern Sie keine Tiere
  • Beachten Sie Gefahrenzeichen und meiden Sie Gefahrenstellen
  • Gruppen sollten beim Aufstieg einen Abstand von 10 m einhalten, um die Schneedecke nicht zu belasten. Bei der Abfahrt ist ein Abstand von 30 m erforderlich
  • Die häufigste Unfallursache: Stürze bei der Abfahrt. Die richtige Technik sowie eine an Schneeverhältnisse und Können angepasste Geschwindigkeit reduzieren das Unfallrisiko
  • Beachten Sie bei der Tourenauswahl die geltenden Regelungen (z.B. Wildschutzgebiete, jagdliche Sperrflächen, Aufforstungsflächen, Informationstafeln, usw.)
  • Durchqueren Sie nur freigegebene Routen und respektieren Sie Ruhezonen für Wildtiere
  • Meiden Sie Fütterungsstellen sowie lauten Lärm
  • Beobachten Sie die Tierwelt aus der Distanz und weichen Sie Tieren nach Möglichkeit aus


Hier gibt’s Tipps zur richtigen Tourenplanung und was alles zu einer Skitouren-Ausrüstung gehört.

Obergurgl Hochgurgl Skitour Schönwieshütte

Lawinengefahrenskala

1 (Gering)

Eine Lawinenauslösung ist nur bei großer Zusatzbelastung an sehr wenigen, extremen Steilhängen möglich. Spontan sind keine Lawinen (sog. Rutsche) zu erwarten. Allgemein sichere Verhältnisse.

2 (Mäßig)

Eine Lawinenauslösung ist bei großer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen wahrscheinlich. Größere Lawinen sind nicht zu erwarten. Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt, außer an einigen Steilhängen. Vorsichtige Routenwahl bei den angegebenen Steilhängen und Hangexpositionen.

3 (Erheblich)

Eine Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen wahrscheinlich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich. Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt. Erfahrung in der Lawinenbeurteilung notwendig. Angegebene Steilhänge und Hangexpositionen möglichst meiden.

4 (Groß)

Eine Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise entstehen viele mittlere, mehrfach auch große Lawinen. An vielen Steilhängen ist die Schneedecke nur schwach gefestigt. Bei der Routenwahl Beschränkung auf mäßig steiles Gelände sowie Beachtung der Lawinenauslaufgebiete. Es ist viel Erfahrung in der Lawinenbeurteilung notwendig.

5 (Sehr groß)

Spontan sind zahlreiche große Lawinen, auch in mäßig steilem Gelände, zu erwarten. Bei dieser Warnstufe ist in Skigebieten somit kein sicherer Betrieb mehr möglich. Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und instabil. Verzicht auf Touren ist empfohlen.


Informieren Sie sich deshalb vor dem Start einer Skitour über die aktuelle Lawinengefahrenstufe! Einen täglich aktualisierten Lawinenlagebericht (in den Wintermonaten) bietet der Lawinenwarndienst Tirol auf der offiziellen Website.

Sicherheitstipps

Die wichtigsten Notrufnummern für einen Alpinunfall in Österreich sind:

140 Alpinnotruf
144 Rettungsnotruf
112 Euro Notruf

Beginnen Sie immer mit den wichtigsten Informationen, wenn danach die Verbindung abreißt, kann trotzdem die Rettungsaktion gestartet werden:

WAS  ist geschehen? (Spaltensturz, Absturz,…)
WO    liegt der Notfall-Ort? (Ortsbezeichnung, Höhe, evtl. GPS-Koordinaten)
WIE   geht es dem Verletzten? (bewusstlos, schwer verletzt,…)

Nennen Sie ihre Telefonnummer und bleiben Sie bis zum Eintreffen der Rettungskräfte telefonisch erreichbar, damit Leitstelle oder Hubschrauber zurückrufen können.

ACHTUNG: Legen Sie nicht auf und folgen Sie den Anleitungen der Leitstelle. Nur diese beendet das Gespräch! Außerdem kann diese wichtige Ratschläge zur Versorgung des Verletzten geben.

Notfall App Bergrettung Tirol
Immer sicher unterwegs mit der Notfall App! Speziell für Notfälle im alpinen Bereich innerhalb Tirols.

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