Timmelsjoch Hochalpenstraße

Das geheime Tor zum Süden

Im hinteren Ötztal weisen die Alpen eine „heimliche Lücke“ auf. Das 2.509 m hohe Timmelsjoch stellt vermutlich seit der Steinzeit eine wichtige Verbindungsachse zwischen Nord und Süd dar. Heute müssen Ausflügler nicht mehr mühselig über den Pass kraxeln, sondern kurven mit dem Auto oder Motorrad auf der Timmelsjoch Hochalpenstraße von Obergurgl ins Südtiroler Passeiertal. Der höchste Passübergang der Ostalpen eröffnet Reisenden spektakuläre Ausblicke auf die hochalpine Natur – und markiert mit 5 Erlebnisstationen die einzigartige Timmelsjoch Erfahrung.

Kehre um Kehre ein Vergnügen

Wer kurvenreiche Straßen mag, wird die Timmelsjoch Hochalpenstraße lieben. Das Panorama rundum lässt auch passionierte Fahrer an so manchen Stellen abbremsen und die Aussicht genießen. Von saftig grünen Almwiesen und Alpenrosenhängen in Hochgurgl geht es hinauf in karges, hochalpines Gelände, wo selbst im Sommer so manches Schneefeld die Fahrbahn säumt und Schafe, Ziegen oder sogar Steinböcke den Weg zur Passhöhe kreuzen. Ein Erlebnis nicht nur mit dem PKW, auch unter Motorradfans und Rennradfahrern ist die Strecke längst Kult. Die 60 km lange Fahrt von Obergurgl über die mautpflichtige Timmelsjochstraße bis in die Kurstadt Meran dauert nur ca. 1,5 Stunden – ideal für einen Tagesausflug vom Hochgebirge in das mediterran anmutende Klima zwischen Südtiroler Weinbergen.

Achtung: Die Straße ist nur in den Sommermonaten befahrbar, meist ab Ende Mai bis Oktober. Im April beginnen die aufwändigen Schneeräumarbeiten, dabei müssen häufig Schneehöhen bis zu zehn Metern beseitigt werden.

Tipp: Detaillierte Informationen zur Timmelsjoch Hochalpenstraße, Öffnungszeiten, Mauttarife und mehr gibt’s auf www.timmelsjoch.com

Höchster Punkt: 2.509 m

Eröffnung Passhöhe: 17.07.1959

Steigung: max. 13 %

Kehren: ca. 30

Die Timmelsjoch Erfahrung: 5 Stationen – ein Erlebnis

Neben dem Naturerlebnis Timmelsjoch gibt es entlang der Strecke auch viel Wissenswertes zum Mitnehmen. An fünf Haltepunkten informieren Architektur-Skulpturen zu Natur, Geschichte, Kultur, Gesellschaft und Wirtschaft der Region. Die Bauwerke sind verschiedenen Themenschwerpunkten gewidmet und fügen sich auf moderne Art und Weise in die ursprüngliche Umgebung ein. Alle Stationen sind kostenlos zugänglich.

1. „Steg“, Hochgurgl

„STEG“, Hochgurgl

An der Mautstation im Top Mountain Crosspoint stimmt der Panoramablick auf das hintere Ötztal auf die Fahrt ein. Zu den neuen Perspektiven bekommen Reisende auch Infos über die Landschaft und ihre Eigenheiten (Obergurgler Zirbenwald, Gletscher und Siedlungsgeschichte) mit auf den Weg.

2. „Schmuggler“, Timmelsbachbrücke

„SCHMUGGLER“, Timmelsbachbrücke

Der begehbare Würfel entführt in die abenteuerliche Tradition des Schmuggels über das Timmelsjoch. Zu finden ist das spannende Objekt an der Kreuzung der Straße mit dem Urweg von Zwieselstein nach Moos im Passeier.

3. „Passmuseum“, Timmelsjoch

„PASSMUSEUM“, Timmelsjoch

Wie ein Findling ragt das Passmuseum von Nordtiroler auf Südtiroler Seite hinaus und bringt den grenzüberschreitenden Charakter der Timmelsjoch Erfahrung auf den Punkt. Im Inneren lernen Reisende mehr über die Geschichte des Timmelsjochs und der Hochalpenstraße.

4. „Fernrohr“, Scheibkopf

„FERNROHR“, Scheibkopf

Unter dem Scheibkopf auf Südtiroler Boden eröffnet sich ein wunderbares 180°-Panorama auf den Naturpark Texelgruppe. Das überdimensionale Fernrohr fokussiert den Blick auf Granatkogel (3.304 m) und Hohen First (3.403 m), die markant aus dem ewigen Gletschereis ragen.

5. „Granat“, Moos im Passeier

„GRANAT“, Moos im Passeier

Angekommen im Süden: Auf dem Felshang bei Stuls genießen Gäste den spektakulären Ausblick auf Moos und das hintere Passeiertal. Zwei Granaten, die den Gesteinsformationen des Passeiers nachempfunden sind, dienen als Schauraum und Aussichtsplattform.

Pass mit langer Geschichte

Das Timmelsjoch ist die tiefste unvergletscherte Kerbe im Alpenhauptkamm zwischen dem Reschen- und Brennerpass. Bereits steinzeitliche Hirten dürften den Übergang mit ihren Tieren genutzt haben. Im Mittelalter und der frühen Neuzeit waren es die Ötztaler Kraxenträger, die regen Handel mit den Südtirolern betrieben und den Pass mit ihren Tauschwaren überquerten. Nach Jahrhunderten mühseliger Fußmärsche starteten im Herbst 1955 die Bauarbeiten für eine Straßenverbindung. Unter schwersten Bedingungen errichteten die Arbeiter Grund- und Oberbau des gesamten Wegs. Unimogs, Bagger, Lastwagen und Planierraupen läuteten den Übergang zum technisierten Straßenbau ein. Innerhalb von nur vier Jahren und einer Bauzeit von 17 Monaten konnte die Straße bis zum Joch fertiggestellt werden. Dann dauerte es allerdings, bis der Anschluss nach Südtirol erfolgte. Nach neun weiteren Jahren, im September 1968, konnte die Nord-Süd-Verbindung erstmals für den Verkehr freigegeben werden.

Timmelsjoch in 3D

Dank unserer 3D-Ansicht können Sie sich bereits im Vorfeld zur Timmelsjoch-Strecke informieren oder die Fahrt noch einmal Revue passieren lassen.

mehr Info

Timmelbus

Der Timmelbus fährt von Mitte Juni bis Mitte September mehrmals täglich von Obergurgl bis Moos im Passeiertal mit Halt am Top Mountain Cross Point. Die Fahrt ist für alle Besitzer einer Ötztal Premium Card oder Ötztal Card kostenlos.

 

Fahrplan auf oetztaler.at

Top Mountain Crosspoint

Der Top Mountain Crosspoint am Fuße der Hochalpenstraße beheimatet die Mautstation, ein modernes Bedienungsrestaurant, das höchstgelegene Motorradmuseum Europas sowie die Talstation der Kirchenkarbahn.

 

mehr Info
  • -3.0°C

  • Live

  • 5/5

  • 8/10

Buchung Schließen

Wann Kommst du?

Weiter

Wie viele seid Ihr?

Suchen Zurück

Wir verwenden Cookies, um unsere Webseite für Sie möglichst benutzerfreundlich zu gestalten. Wenn Sie fortfahren, nehmen wir an, dass Sie mit der Verwendung von Cookies auf unserer Webseite einverstanden sind. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.